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Transkript

00:07

Okay, ich greife mal blind hinein.Wie hat Offenheit neuen Ideen gegenüber zum Erfolg im emissionsfreien öffentlichen Nahverkehr geführt?

00:18

Spannendes Thema: Öffentlicher Nahverkehr sind Omnibusse, die im Linienverkehr fahren und die wurden die letzten Jahrzehnte, Jahrhunderte,von diesel-und gasbetriebenen Motoren angetrieben.

00:32

Und die letzten fünf Jahre in meiner beruflichen Karriere waren davon geprägt,dass wir dort in einem Wandel waren in dieser Branche im öffentlichen Naheverkehr vom dieselangetriebenen Motor hin zum emissionsfreien Antrieb, heißt,batteriebetriebene Motoren oder wasserstoffbasierte Lösungen.

00:53

Und das war eine sehr, sehr spannende Phase.Warum?

00:56

Weil das praktisch ein kompletter Neuanfang für uns als Unternehmen war.

01:00

Wir waren Marktführer bei Dieselbussen.Plötzlich kamen Elektrobusse und wir bekamen neue Wettbewerber, die auf den ersten Anschein hin schneller entwickeln konnten wie wir,die dort mehr Expertise hatten.

01:12

Und es war extrem spannend für mich insbesondere, weil es ein komplett neues Lernfeld war.

01:18

Ich habe so viel Neues gelernt in diesen letzten fünf Jahren über andere Antriebstechnologien und wir als Unternehmen haben uns so enorm weiterentwickelt.

01:27

Obwohl es eine ganz große Herausforderung war, haben wir plötzlich gemerkt, wir können mehr als nur Hardware verkaufen, also nur ein Anbieter sein für einen Omnibus, der fährt.

01:39

Wir haben uns entwickelt zu einem Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen, von Lösungen für unsere Kunden.

01:45

Diese Mobilitätsdienstleistungen bestanden aus Ladeinfrastruktur,wo man die Fahrzeuge laden kann, Lademanagement, also die Fahrplanplanung.

01:54

Und wir haben sogar Turnkey-Projekte gemacht, dass wir bei öffentlichen Verkehrsbetrieben nicht nur die Hardware geliefert haben,sondern auch die Baumaßnahmen durchgeführt haben auf deren Gelände mit Bauunternehmen zusammen, um Ladesäulen zu etablieren, aufzubauen, um den Fahrplan für die Fahrzeuge festzulegen.

02:13

Das war dann die ganz große Königsklasse, dass wir auch Turnkey-Projekte gemacht haben.

02:18

Und wir konnten uns dadurch, durch diese Entwicklung hin zu diesem Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen und der Hardware, auch noch mal einen Wettbewerbsvorteil erarbeiten.

02:31

Das hört sich nach einem großen Umbruch an, über die ganze Organisationen hinweg.

02:36

Was war die größte Herausforderung?Das war tatsächlich ein immenser Umbruch in der Organisation.

02:43

Man muss sich das so vorstellen: Die Technologie wird komplett geändert.

02:47

Das bedeutet, die Entwicklung muss sich verändern, auf die neue Technologie einstellen, die Leute in der Produktion müssen sich verändern, die Menschen, die im Vertrieb arbeiten müssen, extrem viel dazulernen, die Menschen, die im After-Sales arbeiten, dem Service und der Reperatur von Fahrzeugen müssen extrem viele zulernen.

03:03

Es war eine sehr, sehr große Herausforderung, eine sehr spannende Zeit,aber auch eine Zeit, wo wir gemerkt haben, da gibt es so viel Veränderung in den Jobprofilen der Mitarbeiter und in dem Mindset der Mitarbeiter.

03:16

Wer dort gesagt hat, und die gab es natürlich, die Skeptiker, die gesagt haben: Komm, wir bleiben bei dem bisherigen Antrieb.

03:22

Das Neue ist nicht gut und lasst es sein, die wurden abgehängt, mehr oder weniger.

03:27

Und diejenigen, die gesagt haben: Jawohl, wir öffnen uns für neue Themen.

03:31

Das war eine Chance, wirklich Neues zu lernen und dann auch wieder Erfolge in diesem neuen Segment der emissionsfreien Fahrzeuge für uns als Marktführer in Deutschland zu erzielen.